Reisebericht Helsinki

Reisebericht Helsinki

4-tägige Reise “Helsinki” im Juni 2019

Tag 1:

Der Flug mit Lufthansa ist problemlos – bei der Ankunft in Helsinki entscheiden wir uns für die Variante „Taxi“, um möglichst schnell zu unserem Hotel zu gelangen; schnell stimmt – der Taxifahrer nimmt Abkürzungen durch Straßen, die wir noch nicht mal mit dem Fahrrad fahren würden – im Nachhinein aber doch ganz schön teuer, denn uns wurde ein Fixpreis von 43 Euro angeboten, der uns zunächst recht günstig erschien. Aber, wie gesagt, wir wollten so schnell wie möglich zum Hotel kommen, um anschließend die Innenstadt erkunden zu können!

Der erste Eindruck während der Taxifahrt war der einer Großbaustelle mitten in Helsinki und wir dachten beide das Gleiche: Hoffentlich liegt unser Hotel nicht an DIESER Straße!! Nein, lag es nicht! Dafür haben Sie es toll ausgesucht, denn wir konnten wirklich ALLES zu Fuß erreichen. Auch wenn das Hotel „Anna“ auf den ersten Blick einen unscheinbaren Eindruck macht – für unseren Städtetrip war es ideal, mit einem wirklich reichhaltigen Frühstücksbuffet!

Gegen 14:30 Uhr machten wir uns also auf, um zunächst mal die nähere Umgebung zu erkunden – da wir seit dem Morgen nichts mehr gegessen hatten, steuerten wir zuerst die Esplanaden und dort das „Kappeli“ an – hier kann man sooo schön drinnen und draußen sitzen, dass man sich tatsächlich aufraffen muss, um weiter zu gehen….Nach der Stärkung durch Kaffee und leckeren Kuchen schlenderten wir an den Ständen auf dem Markt vorbei (hier gibt es ja fast alles – angefangen von Obst und Gemüse bis hin zu dem üblichen Touri-Nepp…zu happigen Preisen!) Richtung „SkyWheel“. Wir entschieden uns dann zu einer „Rundfahrt“ mit diesem Riesenrad – allerdings in einer der „normalen“ und nicht der „Sauna“-Kabine – warm war es ja ohnehin! Mit 13 Euro/Person ist es zwar kein ganz preiswertes Vergnügen, um 3 x herumgefahren zu werden, aber freundlicherweise stoppte das Riesenrad immer ganz oben kurz, so dass wir den fantastischen Ausblick über Helsinki und die vorgelagerten Schären genießen konnten. Da die Kabinen eine blaue Verglasung aufweisen, bekommen die Fotos natürlich auch einen Blaustich – den kann man aber zu Hause aber weitgehend mit einem Bildbearbeitungsprogramm eliminieren, so dass man sich nicht vom fotografieren abhalten lassen sollte!

Anschließend erstehen wir im zugehörigen Shop noch jeweils ein Foto von uns Beiden, das vor Betreten des “SkyWheel” entstanden ist, und gehen danach unterhalb der Uspenski-Kathedrale einen Fußweg, der uns auf die Katajanokka-Halbinsel führt. Auf dem Weg dahin fallen uns, wie schon an anderen Stellen, gelbe Fahrräder auf, die jeweils an einem ovalen Ständer angeschlossen sind. Hmm…und wie bekommt man die da raus?! Später lesen wir im Internet, dass man sich hierfür zunächst auf der entsprechenden Internetseite registrieren muss, dann einen bestimmten Betrag bezahlt und danach einen Zahlencode übermittelt bekommt, mit dem man die Räder freischalten kann – allerdings darf man dann auch nicht länger als 1/2 Stunde damit fahren, da es sonst Strafe kostet. Da wir das alles aber zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht wissen, tippen wir nur ein bisschen auf den Zahlentafeln der Räder herum, wobei natürlich überhaupt nichts passiert! So folgen wir dem Fußweg, der uns um die gesamte Halbinsel herumführt und kommen dabei u.a. an der Eisbrecherflotte Finnlands vorbei, die hier in den Sommermonaten festgemacht hat. Und dass der Sommer bzw. der Frühling – die Natur ist hier ca. 4 Wochen hinter der unsrigen “hinterher” – noch nicht allzulange hier Einzug gehalten hat, sehen wir daran, dass das ein oder andere Fahrzeug noch mit Spikes-Reifen ausgestattet ist!

Nachdem wir die Katajanokka-Halbinsel umrundet haben, gönnen wir uns an einem der Stände am Marktplatz noch jeweils einen Cappuccino und können dabei herrlich den an- und abfahrenden Ausflugsschiffen zusehen, die sowohl zur Festungsinsel Suomenlinna als auch zum Zoo ablegen – außerdem gibt es etliche Veranstalter, die von hier aus Rundfahrten durch die Schärenküste anbieten. Unsere ist ja bereits für morgen Vormittag um 10:30 Uhr vorgebucht! Ganz witzig finden wir die Betonschildkröten, die ihre Aufgabe darin haben, den Autoverkehr vom Hafengebiet abzuhalten.

Wir verlassen den “Kauppatori” in Richtung “Olympiaterminal”, von dem aus die Schiffe der Silja-Line nach Stockholm und Tallinn verkehren; da heute aber anscheinend keine Schiffe mehr anlegen, beschließen wir, durch den gegenüberliegenden Park, vorbei am Design-Museum, zurück zum Hotel zu gehen. Meine Schwester hat so eine tolle App, mit der man die gelaufenen km nachvollziehen kann – an dem halben Tag heute sind es immerhin gut 13 km gewesen! Zwischenzeitlich hat sich ein recht großes Hungergefühl breit gemacht, so dass wir den schräg gegenüber unserer Unterkunft ansässigen Inder aufsuchen und den Tag bei gutem Essen ausklingen lassen.

Tag 2:

Nach einem ausgiebigen Frühstück gehen wir zunächst zum Bahnhof, um uns nach Fahrkarten und Abfahrtszeiten der Züge nach Lahti zu erkundigen – die Idee dahinter ist, dort für einen Tag hinzufahren, um sowohl die Skisprungschanzen als auch das vor der größten Sprungschanze liegende Freibad zu besuchen. Der Bahnhof beeindruckt uns mit seiner großen Eingangshalle – zudem wartet er mit Schließfächern auf, in denen wir am Abreisetag unser Gepäck zwischenlagern können! Bis zur Abfahrt unseres Schiffes haben wir noch ausreichend Zeit, um uns noch einmal die Marktstände anzuschauen, die gestern “zu kurz gekommen” sind.

Die anschließende Schiffstour auf der „Kanalroute“ ist beeindruckend – tolle Ansichten Helsinkis von der Seeseite aus, die Bebauung der kleinen Inselchen, die teilweise abenteuerlich schmalen Wasserwege, die das Boot nimmt und das tolle Wetter führen nicht nur zu einem leichten Sonnenbrand, sondern die knapp 2 Stunden „auf See“ haben zu einem kleinen Hungergefühl geführt, das wir – wieder! – im „Kappeli“ mit Kaffee und Kuchen erfolgreich „bekämpfen“!

Unser nächstes Ziel ist die Tempelkirche – wir starten an den Esplanaden und kommen u.a. am „Naturhistorischen Museum“ vorbei, wo wir von zwei Giraffen und einem Elch begrüßt werden.
An der Tempelkirche angekommen, lässt sich von außen kaum erahnen, was für einen fantastischen Raumeindruck den Besucher im Inneren erwartet: die Kupferdrahtkuppel wird von schmalen Betonrippen getragen, durch deren Zwischenräume immer neue Lichteffekte entstehen; dazu spielt eine Pianistin am Flügel, so dass man die wirklich tolle Raumakustik in vollen Zügen genießen kann. Während unseres Besuchs ist es auch nicht allzu voll, so dass wir uns Zeit nehmen, dieses optische und akustische Erlebnis auf uns wirken zu lassen.

Auf dem weiteren Weg zur Insel Seurasaari kommen wir am Sibelius-Monument vorbei, das 1967 zu Ehren von Finnlands wohl berühmtesten Komponisten, Jean Sibelius, durch den Künstler Eila Hiltunen geschaffen wurde. Aber was stellen die über 600 geschweißten und polierten Stahlröhren, die irgendwie an Orgelpfeifen erinnern, denn dar? Ein Blick in den Reiseführer klärt auf: Da Sibelius nie für die Orgel komponierte, sollen die Röhren eher an Baumstämme denken lassen und somit die nordische Natur als Inspirationsquelle für die Musik des Komponisten einfangen. Mit diesem Wissen ausgestattet geht es weiter zur Insel Seurasaari, die mit ihrem Freilichtmuseum, Folkloreveranstaltungen und Schärenromantik einen Kontrapunkt zum Modernismus setzen soll – lassen wir uns überraschen!

Über eine gut 200 m lange Holzbrücke, die 1892 errichtet wurde, gelangen wir jetzt auf die Insel Seurasaari, die den Besucher, lt. Reiseführer, “mit dunkelgrünen Baumkronen, bemoosten Böden und glatt geschliffenen Granitklippen am Meeresufer zum Ausruhen und Träumen” einlädt.

Wir entschließen uns für den außen um die Insel verlaufenden Weg und kürzen dann in etwa bei der Mitte der Insel ab, um zum Freilichtmuseum zu gelangen. Hier sind einige Häuser “bewohnt” – und kosten demzufolge Eintritt. Müssen wir nicht haben und sehen uns nur die “unbewohnten” Gebäude an.

Da wir anschließend der Meinung sind, für heute genug gelaufen zu sein (es sind knapp 15 km!), nehmen wir den Bus in die Stadt und suchen uns in der Fußgängerzone eine nette Pizzeria, um den Tag Revue passieren zu lassen und den folgenden Tag zu planen, der uns nach Lahti führen soll.

Tag 3:

Nachdem wir in den letzten beiden Tagen zu Fuß reichlich Kilometer zurückgelegt haben, hatten wir bereits zu Anfang unseres Städtetrips beschlossen – sofern uns die Zeit dafür bleibt – einen Abstecher ins ca. 100 km entfernte Lahti zu machen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr günstig und schnell und so gelangen wir innerhalb einer guten Stunde per Bahn von Helsinki nach Lahti. Unser Ziel sind die 3 Skisprungschanzen, die jeden Winter für entsprechende Wettbewerbe genutzt werden – und auch heute sind zwei Skispringer offensichtlich mit Trainingseinheiten auf der rechten Schanze beschäftigt. Meine Schwester ist als Schwimmtrainerin in Bayern aktiv und begeistert sich auch für den Skisprungsport, so dass diese Kombination hier schon ziemlich unschlagbar ist! Natürlich steht es für sie fest, dass ein paar Runden im Freibad zu absolvieren sind – ich bin dem nassen Element nicht so zugetan und versuche daher mal mein Glück, auf eine der Schanzen zu gelangen. Was auch gelingt – die große Schanze bietet einen Aufzug, mit dem man für satte 8 Euro 1 x rauf und auch wieder runter fahren kann – aber die Aussicht, vor allem einem so herrlichen Tag wie heute ist einfach unbeschreiblich. Hinter den Skisprungschanzen erstreckt sich eine endlose Wald- und Seenlandschaft!

Nach einer Stunde treffen wir uns zu einem Kaffee in der angeschlossenen Cafeteria wieder und besuchen anschließend noch das Skimuseum, das sich im gleichen Gebäude befindet. Es handelt sich um ein kleines, interaktives, aber sehr modern aufgebautes Museum, das seinen Schwerpunkt auf den nordischen Skisportarten und finnischen Skisportlern hat und zudem mit einem Skisprung- und Biathlonschießstandsimulator aufwarten kann – wir haben hier eine knappe Stunde zugebracht, bevor wir uns wieder auf den Rückweg durch die sehr gepflegte Innenstadt zum Bahnhof aufmachten.

Wieder in Helsinki angekommen, suchen wir noch einmal die gleiche Pizzeria wie gestern auf und überlegen dabei, was wir uns morgen Vormittag noch bis zum Rückflug ansehen können.

Tag 4:

Leider sind die knapp 4 Tage schon fast wieder vorbei! Nachdem wir bereits vor zwei Tagen im Bahnhof nach Schließfächern gesehen hatten, bringen wir unser Gepäck heute Morgen erst einmal dorthin und erstehen die Fahrkarten, damit wir später per Bahn zum Flughafen kommen können. Mit 6 Euro/Person sind diese auch deutlich günstiger als die Taxifahrt an unserem Ankunftstag!

Da wir uns inzwischen ganz gut in Helsinki auskennen, können wir auch die Entfernungen und die zugehörigen Gehzeiten einschätzen, so dass wir uns zunächst auf den Weg zur finnischen Nationalbibliothek machen. 1840-1846 gebaut und im Jahr 2016 frisch renoviert – so erstrahlt sie in neuem Glanz und ist – gerade von innen – äußerst beeindruckend und ein unbedingtes „MUSS“, wenn man schon in Helsinki ist. Im Gegensatz zum ab 1832 gebauten Dom: von außen mit dem davor liegenden Senatsplatz sehr beeindruckend, innen dagegen von zurückhaltender Schlichtheit. Beide Gebäude stammen übrigens von einem deutschen Architekten: Carl Ludwig Engel. In der Bibliothek hätten wir gerne noch etwas mehr Zeit verbracht, aber da wir ja rechtzeitig wieder am Flughafen sein mussten, fiel der Besuch hier etwas zu kurz aus.

Nach so viel Kultur schlendern wir noch einmal über den Marktplatz und trinken einen letzten Kaffee im “Kappeli”, bevor wir per Zug, Flugzeug und Auto wieder wohlbehalten zu Hause ankommen.

 

 

@ Michael S. / Guest Images – MaVoya Individualreisen

Reisebericht London

Reisebericht London

4-tägige Reise “London” im Mai/Juni 2018

Tag 1:

Nach dem gut einstündigen Flug, führt unser erster Ausflug in die, nahe des Flughafen Heathrow gelegene, Stadt Windsor. Hier besichtigen wir das größte und älteste noch bewohnte Schloss der Welt – Windsor Castle. Die herrlichen Prunkgemächer sind mit wertvollen Kunstwerken ausgestattet und werden von der königlichen Familie für festliche Anlässe genutzt. Ebenfalls sehenswert ist die St. George’s Chapel. Die gotische Kapelle wurde im 15. Jhd. erbaut und ist eine der wichtigsten Grabstätten englischer Könige.

Von unserem Hotel führt ein gemütlicher Abendspaziergang nach Camden Town. In dem bunten Stadtviertel treffen verschiedene Kulturen und Charaktere aufeinander. Nicht nur die Hausfassaden an der Camden High Street sind einzigartig, auch durch die zahlreichen Märkte, auf denen es nahezu alles zu kaufen gibt, entsteht eine besondere Atmosphäre. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen wir dann am Camden Lock Market mit Blick auf den Regents Kanal.

Tag 2:

Am heutigen Tag standen einige Highlights der Stadt auf dem Programm. Los ging es mit der St. Paul’s Cathedral. Die Kathedrale ist mit seiner 111m hohen Kuppel sowohl von Außen, als auch von Innen beeindruckend. Wer nichts gegen Treppensteigen hat, sollte den Aufstieg wagen. Über knapp 260 Stufen erreicht man die Whispering Gallery. Hier hört man durch die besondere Konstruktion ein Flüstern noch auf der ca. 42m gegenüberliegenden Seite. Nach gut 100 weiteren Stufen über eine Wendeltreppe erreicht man dann die Stone Gallery und schließlich die Golden Gallery über weitere 150 Stufen Außentreppe. Doch nach der Anstrengung ist eine traumhafte Aussicht über London die Belohnung! Ein typischer Londoner Doppeldecker-Bus brachte uns anschließend zum Tower. Das UNESCO Weltkulturerbe ist eine der beliebtesten Attraktionen und bietet Einblick in seine fast 1.000 jährige Geschichte. Sozusagen nebenan befindet sich die Tower Bridge. Die Brücke wurde 1894 für Queen Victoria entworfen und erbaut. Aus einer anderen Perspektive konnten wir London als nächstes betrachten. Vom Tower fuhren wir mit einem Boot auf der Themse bis nach Westminster. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie Shakespeare Globe, London Bridge, Tate Modern, London Eye, Parliament und Big Ben, liegen entlang der Strecke. Nur wenige Minuten entfernt vom Big Ben ist Westminster Abbey. Die gotische Kirche ist ein bedeutendes Gebäude in der britischen Geschichte, denn seit der Krönung von Wilhelm, dem Eroberer, im Jahr 1066, dient Westminster Abbey als Krönungskirche der britischen Monarchie. Die detailreiche Außenfassade sticht einem sofort ins Auge. Im Inneren befinden sich zahlreiche Ruhe- und Gedenkstätten von Monarchen, z.B. Mary, Queen of Scots, sowie wichtigen Persönlichkeiten, z.B. Darwin und Newton.

Tag 3:

Heute morgen fuhren wir zunächst in den Stadtteil Nottinghill, wo wir über den Portobello Road Market schlenderten. Auf rund 2km findet man alles was das Sammlerherz begehrt. Danach führte unser Weg zum noblen Viertel Kensington. Nach einer Besichtigung des Kensington Palasts, lohnt sich ein Rundgang durch die Parkanlage. Besonders der “Sunken Garden” ist wunderschön! Bevor es zum Afternoon Tea in ein gemütliches Café nahe Green Park ging, blieb etwas Zeit zum Bummeln. Zwischen den beiden Einkaufsstraßen Oxford und Regent Street, liegt die Fußgängerzone Carnaby. In der 200m langen Straße und den umliegenden Gassen befinden sich zahlreiche kleine Geschäfte, Restaurants, Bars und Cafés. Der Trafalgar Square ist bereits seit dem Mittelalter ein beliebter Treffpunkt im Zentrum Londons. So auch an diesem herrlichen Samstagabend. Vom Treppenaufgang zur Nationalgalerie konnten wir im Sonnenuntergang das Treiben beobachten und den Blick über den Platz mit seinem Brunnen, den 4 Steinlöwen und Nelson’s Column bis hin zu White Hall und Big Ben genießen.

Tag 4:

Den letzten Tag der Reise und das herrliche Wetter nutzten wir, um die Gegend rund um den Buckingham Palace zu erkunden. Der Palast ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts offizielle Residenz der britischen Monarchie. 8 Wochen im Jahr, zwischen Juli und September, kann dieser besichtigt werden. Das restliche Jahr über gibt es aber auch einiges zu entdecken: die Queen’s Gallery und die königlichen Hofställe. Vor dem Palast befindet sich das Victoria Memorial, welches das Ende der Mall bildet. Die 930m lange Prachtstraße führt bis zum Admiralty Arch am Trafalgar Square. Gesäumt wird Londons bekannteste Flaniermeile auf der einen Seite vom St. James Park und auf der anderen Seite von Herrenhäusern, wie Clarence House. Übrigens soll der rötliche Straßenbelag an einen roten Teppich erinnern.

 

@ Marie-Christine S. / Guest Images – MaVoya Individualreisen

Reisebericht Südengland

Reisebericht Südengland

15-tägige Reise “Bezauberndes Südengland” im August 2017

Tag 1:

Fahrt von London nach Brighton.

Tag 2:

In Brighton habe ich den Sonntag genutzt, um einen Ausflug zum „Devil’s Dyke“ – einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt (gut mit dem Bus zu erreichen). Für Naturliebhaber ist das wirklich sehr empfehlenswert. Am Nachmittag bin ich dann über Hove (sehr schönes Ortsmuseum mit Kunstgalerie) nach Brighton zurückgewandert. In Brighton blieb noch Zeit für einen Besuch des Royal Pavillion.

Tag 3:

Auf der Fahrt nach Torquay habe ich das Maritimmuseum in Portsmouth angeschaut und bin auf der Isle auf Wight (der Abstecher ist sicherlich lohnenswert) mit der Museumseisenbahn gefahren. Diese ist mit einem kleinen Museum sehr liebenswert gemacht. In Torquay kam ich dann erst spät an.

Tag 4:

Heute war ich erst bei Bygones, dann in den Kent Cavern (das war definitiv ein Highlight) und am Nachmittag habe ich einen Ausflug nach Dartmouth gemacht. Mit dem Ausflugsboot ging es dann an der Küste zurück. Am Abend war ich dann noch im Babbacombe Model Village. Das ist sicherlich auch sehenswert, aber gegenüber den Kent Cavern fällt das schon etwas ab. Ist natürlich auch Geschmackssache.

Tag 5:

Weiter ging es nach Penzance mit einem Zwischenstopp beim „Eden Project“, das sich inzwischen zu einer der Topattraktionen in Südengland entwickelt hat. Der Zwischenstopp lohnt sich wirklich, aber man sollte früh da sein. Ich habe da den ganzen Vormittag verbracht und bin dann nach Land’s End durchgefahren. Von dort ging es dann am späten Nachmittag nach Penzance.

Tag 6:

Der Abstecher auf die Isles of Scilly fand bei tollem Wetter statt und auch wenn nur 4h bleiben, um die Inseln zu erkunden, gibt es einiges zu sehen. Das mediterrane Flair trägt das seine dazu bei und die Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff vergeht schnell – auch wenn es 2,5h sind. Eilige können auch fliegen, aber das ist entsprechend teurer.

Tag 7:

Den letzten Tag in Penzance nutzte ich für einen Ausflug ins ehemalige Minengebiet um St. Just (eher was für Technikinteressierte, hat mir sehr gut gefallen), am Nachmittag war ich dann in St. Ives. Obwohl es ein Werktag war, war sehr viel los und ich habe das P&R-Angebot genutzt. Das ist zu empfehlen, wenn man diesen Ausflug ins Auge fasst, den Parkmöglichkeiten in St. Ives sind absolut rar.

Tag 8:

Weiter ging es dann über das Bodmin Moor (mit kleiner Rundwanderung) nach Exeter (dort habe ich die Kathedrale und die Untergrundpassagen besichtigt) nach Taunton.

Tag 9:

Am nächsten Tag bin ich dann gleich weiter nach Bath und habe auf dem Weg Stonehenge besichtigt. Das ist sicherlich auch sehenswert, aber ich hatte es mir aufgrund des Bekanntheitsgrades doch „spektakulärer“ vorgestellt.

Tag 10:

In Bath habe ich dann einmal das Museum „Bath at Work“ und das Herschel-Museum angeschaut. Das ist eher auch was für das spezielle Technikinteresse. Absolutes Highlight sind natürlich die römischen Bäder und auch die Bootsfahrt auf dem Avon nach Bathampton war toll, wobei ich nur raten kann, den Rückweg entlang des Avon&Kennet-Kanals zu Fuß zu machen. Das dauert etwa eine Stunde und ist wirklich nochmals eine ganz andere Perspektive, weil die dort fahrenden Hausboote ein besonderes Flair geben.

Tag 11:

Auf dem Weg nach London habe ich noch Windsor Castle

Tag 12-15:

Da ich London sehr gut kenne, habe ich da eher Unternehmungen abseits des „Standardprogramms“ gemacht – darunter auch wieder einen „London Walk“ (inside Convent Garden), was ich nur empfehlen kann. Highlight in London war ein Besuch in „Dennis Severs‘ House“. Das war wirklich etwas einmaliges – auch für London.

Reisebericht Irland – 2017

Reisebericht Irland – 2017

8-tägige Reise “Irland beschnuppern” im Juni 2017

Tag 1:

Der Flug mit Lufthansa war problemlos, auf unser Auto mussten wir bei Hertz etwas warten, weil es noch nicht ganz durchgecheckt war. Stellte aber kein größeres Problem dar – wenn man das erste Mal mit einem Rechtslenker konfrontiert wird, ist es schon ein bißchen komisch, auf der eigentlich „falschen“ Seite einzusteigen – aber das vorweg: ernsthafte Probleme mit dem Linksverkehr haben wir nicht gehabt – man muss sich halt nur etwas darauf konzentrieren!
Wir wollten eigentlich nicht gleich mit dem Auto nach Dublin hineinfahren, sondern erstmal zum Hotel und dann mit dem ÖPNV wieder in die Stadt – soweit der Plan! Der erste Fehler, den wir machten: wir gaben in das Navi „keine Mautstraße“ ein. Woraufhin uns das Gerät Freitagmittag mitten durch Dublin lotste! Klar, auf der M50 um Dublin herum wären wir wesentlich schneller zum Hotel gekommen! Aber die komplizierte Regelung des Bezahlens an dieser Mautstelle hatte uns davon abgehalten – später haben wir dann gelesen, dass Hertz mit dem Betreiber der Mautstelle einen Vertrag geschlossen hat, nachdem die fällige Gebühr direkt über die bei Hertz hinterlegte Kreditkarte eingezogen wird.
Auf jeden Fall hat das mit dem Hotel aufsuchen etwas länger gedauert – zumal wir dann auch noch das falsche Hotel (aber mit gleichem Namen) angesteuert hatten – die Sache mit der Eingabe der Geokoordinaten in das Gerät haben wir irgendwie nicht hinbekommen! Trotzdem sind wir dann irgendwann beim richtigen Hotel angekommen, das auch praktischerweise fast direkt vor der Zufahrt eine Bushaltestelle hatte! Einen genauen Abfahrtstermin konnte man dieser mangels Fahrplan nicht entnehmen, seitens der Hotelrezeption wurde uns aber gesagt, der Bus fahre jede Stunde.
Klappte auch – wir mussten nur 10 Minuten warten! Was wir nicht wussten: Die Busfahrer wechseln kein Geld! Die notwendigen 6,60 € hatten wir nicht klein, durften aber trotzdem erstmal bis zur nächsten Haltestelle mitfahren – zwischenzeitlich hatte sich eine vor uns sitzende ältere Dame an uns gewandt und uns aus der Misere geholfen, indem sie unseren 10 €-Schein in Kleingeld wechselte und wir so bis in die Stadt mitfahren konnten – das fanden wir natürlich supernett und hatten seitdem immer genügend Kleingeld fürs Busfahren dabei!
Unser Zeitplan war jetzt schon reichlich durcheinander geraten und so spazierten wir ein gutes Stück den Liffey hinunter, da wir unbedingt noch in das Guinness Storehouse wollten – hier hatten wir dann auch noch eine gute Stunde Zeit – auf Grund der Menschenmassen reichte uns das aber auch! Puh – ganz ehrlich: wir waren froh, als wir da wieder raus waren, obwohl die gesamte Anlage innen sehr interessant gestaltet ist!! Über die Thomas Street West gelangten wir dann zum Temple Bar Bezirk und von hier aus wieder zum Ufer des Liffey. Nachdem es jetzt schon früher Abend war und der Bus ca. 45 Minuten bis zum Hotel brauchte, fuhren wir zurück und ließen den Tag bei einem sehr guten Abendessen in dem, dem Hotel angeschlossenen, Restaurant ausklingen.

Tag 2:

Am nächsten Tag strahlte die Sonne wieder von einem blauen Himmel (wir hatten – ehrlich!! – auf der ganzen Reise tagsüber nur 1 x für rd. 5 Minuten einen Regenschauer, sonst war es morgens meist etwas bedeckt, ab mittags dann aber fast immer sonnig) und wir folgten Ihrem Vorschlag, nach Kilbeggan zu fahren und uns die dortige Whiskeybrennerei anzusehen. Tolle Führung, wir erfuhren viel über die Herstellung des Getränks und zum Abschluss gab´s noch eine Verkostung – okay, bei der enthielten wir uns weitgehend! Als Andenken gab es noch ein Mini-Whiskeyglas geschenkt! Danach fuhren wir weiter nach Clonmacnoise, was wir auch sehr interessant fanden – allerdings wirkte auf uns recht befremdlich, dass die Touristenmassen hier ohne links und rechts zu sehen über die Grabplatten am Boden liefen… obwohl eigentlich ausreichend Wege da waren.
Das „Breaffy House Resort Hotel“ nahe Castlebar fanden wir dann schon schneller – in dem großen Park konnten wir uns abends noch schön die Füße vertreten.

Tag 3:

Sonntagmorgen fuhren wir zunächst nach Westport, was uns sehr gut gefiel, obwohl hier wegen des anstehenden Triathlon-Wettbewerbes schon einiges los war. Anschließend sahen wir uns das „Westport House“ an, das wir jetzt nicht sooo toll fanden. Dann ging’s über die R 335, einem Streckenabschnitt des „Wild Atlantic Way“ Richtung Leenane. Zwangsläufig kommt man durch das „Doolough Valley“, was uns ob seiner landschaftlichen Schönheit mächtig beeindruckte und uns ganz stark an unsere Islandreise zwei Jahre zuvor erinnerte. In Leenane angekommen, gönnten wir uns in dem kleinen Café, das dem Wollmuseum angeschlossen ist, erstmal einen Cappuccino, bevor wir unsere Zimmer im sehr schön am Fjord gelegenen Hotel bezogen. Nachmittags besuchten wir „Kylemore Abbey“ mit den sehr schönen Gärten, für die man sich ausreichend Zeit nehmen sollte.

Tag 4:

Am nächsten Tag wollte meine Nichte gerne eine Bootstour auf dem Killary Fjord unternehmen – der Katamaran ist ca. zwei Stunden unterwegs; da die Landschaft rechts und links allerdings ziemlich gleich aussieht, muss man diese Tour nicht unbedingt machen. Auch die erhofften Delphine, die es hier auf jeden Fall geben soll, blieben heute aus.
Nachmittags fuhren wir nach Galway, das man auf jeden Fall gesehen haben sollte! In der Stadt herrschte zwar ein ordentliches Gewusel, aber nachdem wir den Kennedy Park und die Fußgängerzone hinter uns gelassen hatten ging es auf dem „Corrib Walk“ entlang des Corrib doch wesentlich entspannter zu. Am Ende überquerten wir diesen und sahen uns dann die St. Nicholas Cathedral an – sehr sehenswert, auch wenn sie noch nicht so alt ist!

Tag 5:

Dienstag stand wieder eine recht lange Fahretappe auf dem Reiseplan, so dass wir beizeiten unser Hotel verließen und zu den „Cliffs of Moher“ aufbrachen. Okay, an den Massentourismus hatten wir uns schon gewöhnt und hier verliefen sich die Menschenmassen auch sehr schnell – wir hatten hier sehr schöne Ausblicke auf die Klippen, fuhren dann jedoch weiter über den Burren, um uns den „Poulnabrone Dolmen“ anzusehen. An dem wären wir allerdings fast vorbei gefahren – nur ein Parkplatz wies darauf hin, dass er in der Nähe sein musste. Sieht er auf den Fotos in Reiseführern recht mächtig aus, waren wir von der Realität ziemlich enttäuscht, so dass wir uns auf den Weg nach Foynes machten, wo ein Nachbau des Flugbootes Boeing B 314 liegen sollte. Wer sich hierfür interessiert, den erwartet ein gut gestaltetes Museum, auch wenn die Ära des regelmäßigen Flugverkehrs dieser Flugboote von hier in die USA nur ein paar Monate dauerte. (Als vorbereitende Lektüre sei Ken Folletts „Nacht über den Wassern“ empfohlen, wo eine B314 mit die Hauptrolle spielt!). Am Abend kamen wir dann in Killarney an, was genauso quirlig wie Galway ist. Wir waren heute ziemlich k.o., da es über 30°C warm gewesen war und die Klimaanlage im Auto leider nur bis zu einer Außentemperatur von 15°C arbeitete – danach quittierte sie ihren Dienst! Daher fanden wir es dann abends nicht ganz so prickelnd, dass ab ca. 22 Uhr im Innenhof des Hotels, zu dem unsere Zimmer hin zeigten, Live-Musik angestimmt wurde – aber so kamen wir in den Genuss von traditioneller irischer Musik, ohne extra noch in einen Pub gehen zu müssen!

Tag 6:

Meine Nichte wollte gerne ihren Vater, der in Cork lebt, besuchen und so verzichteten wir auf den „Ring of Kerry“. Cork selber fand ich nicht so toll; wir fuhren am Nachmittag jedoch weiter nach Cobh, das frühere Queenstown, das mich mit seinen bunten Häusern etwas an St. John´s auf Neufundland erinnerte und mir sehr gut gefiel. Hier hatten wir auch ausreichend Zeit, uns das Titanic-Museum anzusehen, wo ausführlich über das Schicksal der letzten 123 Passagiere berichtet wird, die hier als letzte auf die Titanic gingen. Den ersten Teil des Museums kann man sich nur mit einer Führung ansehen (wir hatten Glück, unsere Gruppe bestand nur aus 3 Touristen!), der zweite Teil ist „self-guided“. Zum Abschluss ging es dann noch in eine restaurierte Bahnhofshalle (auch mit Museum), in der man vieles über die Auswanderer erfahren konnte, die zu Tausenden aus Queenstown in die neue Welt aufbrachen.

Tag 7:

Am Donnerstag mussten wir uns dann ja leider auf den Rückweg nach Dublin machen und besuchten dabei in Cahir das gleichnamige Schloss, das malerisch fast mitten in der Stadt liegt und von dem wir sehr angetan waren. Am Rock of Cashel trafen wir dann wieder die vertrauten Menschenmengen – insgesamt konnten wir diesem Ort – nicht nur deswegen – jedoch nicht so viel abgewinnen. Aber: ein bisschen versteckt direkt neben dem großen Parkplatz fanden wir ein herrlich gemütliches kleines Café, wo selbst gebackener Kuchen angeboten wurde – sehr zu empfehlen!

Tag 8:

Bevor wir dann am letzten Tag unser Auto zurück brachten, hatten wir uns abends beraten, was wir am Vormittag noch unternehmen könnten. Unsere Wahl fiel auf Malahide Castle, da es lt. Karte recht nah am Flughafen lag und wir unsere Zeit daher darauf abstimmen konnten. Im Schloß selber kann man mittels einer Führung einige Räume des Schlosses besichtigen, noch mehr beeindruckte uns aber der angeschlossene Garten mit seinen südländischen Pflanzen und dem „Schmetterlingshaus“.

 

@ Michael S. / Guest Images – MaVoya Individualreisen

Reisebericht Schottland

Reisebericht Schottland

12-tägige Reise “Schottland beschnuppern” im Mai/Juni 2017

Tag 1:

Unsere Reise startete am Flughafen von Edinburgh bei warmen 23 Grad im Mai! Dann ging es weiter zur Übernachtung in Perth.

Tag 2:

Am Morgen fuhren wir zuerst zum Queens View und weiter zum Killerkrankie Pass. Beides können wir nur wärmstens empfehlen. Man ist fast alleine dort, so viel Natur und beeindruckende Aussichten. Danach wollten wir nur einen kurzen Abstecher zum Blir Castle machen und landeten dort zufälliger Weise bei den Highlandgames! Ein tolles Erlebnis! Weiter ging es nach Newtonmore zum Highland Folk Museum. Auf einem riesigen Gelände werden unterschiedliche Gebäude aus den letzten Jahrhunderten gezeigt. Besonders sehenswert gelegen ist der älteste Teil, zu dem man allerdings eine Weile hinläuft. Bei sonnigem Wetter allerdings war es grandios und sehr beeindruckend, auch für unsere vierjährige Tochter. Zum Schluß der langen Strecke haben wir uns noch Clava Cairns angeschaut, das nahe beim Culloden Battlefield rechts von Inverness liegt. Das ist durch die Bücher von Diana Gabaldon mit Sicherheit erst richtig bekannt geworden und noch immer ein kleiner Geheimtipp. Mehrere Steinkreise und Hügelgräber gibt es dort zu bestaunen. Übernachtet haben wir in Dornoch, ein wirklich nettes Städtchen oberhalb von Inverness.

Tag 3-4:

Unsere nächsten zwei Nächte verbrachten wir im Norden in Thurso weil wir von dort aus einen Tagestrip mit Joggferry nach Orkney gebucht haben (startet in John O’Groats). Auf dem Weg nach Thurso haben wir uns weitere Hügelgräber angeschaut nahe Lybster und sind dann weiter nach Wick. Dort gibt es ein ganz bezauberndes Museum welches von ein paar älteren Damen betreut wird. Wundervoll! Auch die Ruine des Castle von Wick war ein toller Aussichtspunkt. Anschließend waren wir noch bei der Ruine vom Girnigoe Castle oberhalb von Wick. Eine sehr schöne Ruine und außer beim Museum mussten wir nirgendwo Eintritt bezahlen! Orkney war eine interessante Erfahrung um zu testen, ob es sich lohnt, länger zu bleiben. Unsere Antwort: Archäologisch gesehen definitiv!

Tag 5:

Von Thurso ging es die lange North-West-Highlandroute nach Ullapool an der Ostküste. Für uns der einsamste und bei strahlendem Sonnenschein der beeindruckendste Tag von allen! Das ganze Land blüht gelb (Ginster) und lila (Rhododendron). Man kann sich gar nicht satt genug daran sehen! Unterwegs haben wir uns die Smoo Caves angeschaut. Unbedingt nach der Höhle noch den Anstieg nach rechts oben machen, die Aussicht ist fantastisch! Ullapool ist ein nettes Örtchen und abends ist uns sogar noch die Schul-Dudelsackgruppe über den Weg gelaufen.

Tag 6:

Von Ullapool sind wir am nächsten Tag zurück nach Handa Island gefahren und haben dort niedliche Papageientaucher gesehen. Unsere Tochter ist den 6km Rundweg fast alleine gelaufen. Es gibt aber auch eine kürzere Variante. Wer Natur und Einsamkeit liebt ist hier gut aufgehoben.

Tag 7:

Von Ullapool sind wir über Plockton, dem Juwel der Highlands, nach Skye gefahren. Plockton sollte man nicht verpassen. Überall stehen Palmen und es gibt eine Seehundkolonie dort. Unsere Unterkunft auf der Uiginish Farm war dann das Highlight aller Unterkünfte: Die Wirtin, Heather, hat uns zu den neugeborenen Lämmern geführt, überall waren Schafe, Hühner und Kaninchen und unser Zimmer hatte direkten Blick auf das Dunvegan Castle! Achtung allerdings: Die Isle of Skye ist voller Zecken! Guter Schutz und Stiefel bzw. lange Hosen sind unbedingt erforderlich! Mein Mann hatte sich eine eingefangen und von diesem Moment an haben wir ständig welche gesehen und auf unseren Hosen gehabt.

Tag 8-9:

Die Trotternish Halbinsel ist ein toller Rundweg. Zur Besteigung des Old Man of Storr sollte man allerdings gut in Form sein. Die Fairy Polls sind eine leichtere Wanderstrecke im südlichen Teil von Skye. Dunvegan Castle und seine Gärten sollte man auf gar keinen Fall verpassen. Hier kommt allerdings unser Geheimtipp: Die 7 Pfund mit dem Boot zur Seehundkolonie kann man sich auf Dunvegan sparen. Bei Ebbe einfach die Straße am Castle vorbeifahren, dort sieht man die drei Seehundkolonien auch vom Ufer. Fährt man dann weiter bis zum Ende und läuft den langen Weg zum Coral Beach, schwimmen 20-30 Seehunde ca 10 Meter vor einem im Wasser und spielen in der Bucht! Ein tolles Gratis-Erlebnis!

Tag 10:

Auf dem Weg von Skye nach Glencoe haben wir in Armadale im Süden Skyes haltgemacht. Eine nette Ruine mit Park und Museum erwarten einen. Wir haben auch noch einen Abstecher nach Oban geschafft und dort vom Hügel aus im Colosseum den Sonnenuntergang bestaunt.

Tag 11:

Glencoe war wie beim letzten Mal beeindruckend und auch die Fahrt am Rannoch Moor vorbei war unglaublich schön. Wir haben uns auf dem Weg nach Doune das Grab von Rob Roy und seiner Familie angeschaut und Doune Castle ist nicht nur eine Burgruine und Filmkulisse sondern auch sehr schön von innen inkl. Audioguide für nur 6 Pfund! Auch die Flughafennahe Übernachtung in Edinburgh war perfekt.

Tag 12:

Am Vormittag mussten wir uns von Schottland verabschieden und nach Hause fliegen.

 

@ Tanja T. / Guest Images – MaVoya Individualreisen

Reisebericht Island

Reisebericht Island

5-tägige Reise “Reykjavik zur Nordlichtzeit” im März 2017

Tag 1:

Unsere erste Gruppenreise steht an. Mitten in der Nacht starten wir alle mit unseren Autos nach Düsseldorf, um von dort nach Reykjavik zu fliegen. Nach einem ruhigen, kurzweiligen Flug und den ersten Blicken auf Island landen wir pünktlich gegen 12 Uhr Ortszeit. Die Sonne strahlt und alle Reiseteilnehmer freuen sich auf die kommenden Tage!

Wir beginnen mit der Fahrt über die Halbinsel Reykjanes. Bei strahlend blauem Himmel reiht sich ein Highlight ans andere: Unser erster Halt ist an der “Brücke zwischen den Kontinenten”, die symbolisch die Kontinentalplatten von Nordamerika und Europa verbindet. Als nächstes erreichen wir das Geothermalgebiet Gunnuhver – überall dampfts und blubberts und es riecht nach Schwefel… Anschließend stoppen wir an der berühmten Blauen Lagune. Zwar reicht unsere Zeit nicht für ein warmes Bad, aber allein der Anblick ist den Besuch schon wert!

Von Grindavik ist es nicht weit bis zum nächsten Geothermalgebiet Krýsuvík und dem nahegelegenen Bergsee Kleifarvatn. Über Holzstege bestaunen wir die bunten Solfataren und brodelnden Schlammlöcher.

Unsere Rundfahrt endet in der Hauptstadt Reykjavik, wo wir unser Hotel direkt an der Harpa beziehen. Am Abend genießen wir “Fish and Chips” in einem kleinen Restaurant nahe des Hotels, bevor wir unsere ersten Nordlichter sehen.

Tag 2:

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen Reykjaviks. Wir starten mit einer Stadtrundfahrt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der nördlichsten Hauptstadt Europas: Die imponierende Skulptur “Solfar” an der Küstenstraße erinnert uns an ein Wikinger-Schiff, auf den Eingangsstufen des Höfdi Haus schütteln wir uns, wie bereits Reagan und Gorbatschow beim Gipfeltreffen 1986, die Hände und im Museumsgarten der Asmundur Sveinsson Galerie betrachten wir die Skulputuren. Natürlich durfte, nach einem Spaziergang entlang des zugefrorenen Stadtsees Tjörnin, ein Besuch der Hallgrimskirkja nicht fehlen. Oberhalb der berühmten Statue des Entdeckers Leif Eriksson erinnert die Außenfassade der Kirche an Formen der isländischen Landschaft – an Basaltsäulen und Lavaströme. Der Innenraum besticht hingegen mit seiner Schlichtheit und einer imposanten Orgel. An unserem letzten Stopp kämpfte sich dann die Sonne durch die Wolkendecke und wir konnten von der Aussichtsplattform der “Perle”, dem Warmwasserspeicher Reykjaviks, einen tollen Rundumblick genießen.

Der Rest des Tages stand uns zur freien Verfügung. Einige von uns zog es in die Innenstadt zu einem Bummel durch die Geschäfte, andere haben eine Whale-Watching-Tour unternommen oder den Nachmittag gemütlich bei Kaffee und Kuchen verbracht, bevor wir uns am Abend zum gemeinsamen Essen wieder zusammen gefunden haben.

Tag 3:

Unsere heutige Tour des Golden Circle vereint wie keine zweite Strecke in Island Kultur, Natur, Geschichte und Geologie des Landes. Als erstes steht der Nationalpark Thingvellir auf unserem Programm. Hier treffen Europa und Amerika sichtbar aufeinander und an den kilometerlangen Spalten sehen wir, wie die Platten jährlich um wenige Zentimeter auseinanderdriften. Auch aus historischer Sicht ist der Ort interessant, denn hier kam 930 das Athing zum ersten Mal zusammen.

Als nächstes stoppen wir am Thermalfeld Haukadalur. Das absolute Highlight ist der Geysir Strokkur, der ungefähr alle 10 Minuten ausbricht und dessen Wasserfontäne bis zu 20m in die Höhe schießt. Doch auch das schimmernde und leuchtende Blau der Quelle Blesi und die farblose Quelle Fata sind sehenswert. Im Besucherzentrum gönnen wir uns eine Suppe und einen Kaffee, bevor wir zum nächsten Ziel aufbrechen.

Inzwischen hat es leider angefangen etwas zu regnen, doch das nimmt unserer Stimmung und Vorfreude keinen Abbruch. Wir werden nicht enttäuscht, der Wasserfall Gullfoss ist auch bei winterlichem Wetter ein absoluter Höhepunkt.

Um uns wieder etwas aufzuwärmen, halten wir anschließend an der Secret Lagoon in Fludir. Es ist schon ein besonderes Erlebnis in der Lagune, die von natürlichen heißen Quellen gespeist wird, bei kaltem Wetter zu baden und entspannen. Nach unserer Rückkehr von diesem ereignisreichen Tag gehen wir gemütlich in Reykjavik essen und lassen den Abend in einer Bar ausklingen.

Tag 4:

Heute standen verschiedene Programme zur Wahl. Die meisten Reiseteilnehmer haben sich für einen Ausflug an die Südküste entschieden. Für 5 unserer Gruppe geht es zwar ebenfalls an die Südküste, aber dort unternehmen Sie eine Gletscherwanderung. Doch zunächst beginnt für uns alle der Tag mit einer ca. 2-stündigen Fahrt auf der Ringstraße bis zum Skogafoss. Bei tollstem Wetter vergeht die Zeit wie im Flug. Mit 60m ist der Skogafoss der höchste Wasserfall Islands. Besonders schön aber auch nass, man kann ganz dicht ans Tosbecken herangehen. In der Nähe des Wasserfalls befindet sich auch das Freilicht- und Heimatmuseum Skogarsafn, das einen Eindruck vom einstigen Leben der Bevölkerung vermittelt.

Nun teilen sich die Wege der beiden Ausflüge, während es für die anderen ins Museum geht, fahren wir weiter zum Gletscher Myrdalsjökull. Mit Steigeisen, Pickel und Helm ausgestattet, starten wir unsere Wanderung auf die Gletscherzunge Solheimarjökull, wo uns traumhafte Ausblicke und neue Perspektiven erwarten. Gemeinsam mit unserem Guide Elin erkunden wir Gletscherspalten, kleine Eishöhlen und erfahren mehr über dieses außergewöhnliche Gebiet. Natürlich darf auch ein Eiskletter-Versuch nicht fehlen und wir meistern diesen alle mit Bravur. Mit der untergehenden Sonne, kehren wir zurück zum Parkplatz.

Auch für die anderen war der Tag spannend, denn sie durften einige Highlights der Südküste besuchen: Zunächst ging es am Gletscher Myrdalsjökull vorbei auf die Halbinsel Dryhólaey und anschließend weiter nach Vik. Der hübsch gelegene Ort ist bekannt für seinen schwarzen Strand und die aus dem Wasser ragenden schwarzen Felsnadeln “Reynisdrangar”.

Nach einem Stopp am Fuß des Eyjafjallajökull und dem kleinen Museum, in dem ein Film über den Ausbruch 2010 gezeigt wird, treffen wir uns alle am Seljalandsfoss wieder. Aufgrund des Schnees ist der Weg hinter den Wasserfall leider gesperrt, doch auch so bietet sich ein traumhafter Anblick. Auf der 2-stündigen Rückfahrt nach Reykjavik gönnen wir uns alle noch ein wenig Ruhe, bevor wir gemeinsam den letzten Abend im Restaurant am Hafen genießen.

Tag 5:

 

Heute ist es schon soweit, unsere Reise ist zu Ende und so machen wir uns schweren Herzens wieder auf den Weg zum Flughafen. Natürlich konnten wir in den wenigen Tagen nur einen kleinen Teil der Insel besuchen, aber wir sind aus dem Staunen nicht herausgekommen. Begeistert von den abwechslungsreichen Landschaften, die sich uns in allen Farben des Regenbogens präsentiert haben, sind wir uns sicher: Wir kommen wieder! Island ist definitiv eine Reise wert, auch (oder sogar besonders) in den Wintermonaten!

 

@ Marie-Christine S. @ Jochen W. @ Annika S. @ Patrik S. @ Tim J. / Guest Images – MaVoya Individualreisen

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